Blog

Über das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach

Das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach ist eine Herausforderung im Aufeinander-Zugehen.

Die eine Generation sollte die andere versuchen zu verstehen und so sein zu lassen, wie sie es sein möchte.

Alte Menschen haben schon viel erlebt, haben ihr Leben teilweise schon abgeschlossen und können nicht verstehen, dass junge Menschen ihre eigenen Erfahrungen machen wollen.

Alte Menschen haben ihren Lebensbereich auf einige wenige Bereiche reduziert und alles was neu ist, wird mit Argusaugen betrachtet. Die Routine bestimmt ihr Dasein und alles was nicht im Rahmen ihrer Vorstellungen liegt, wird als unnötig und lästig abgetan.

Das Leben der Alten ist zu einem Mechanismus des Alltags geworden und wird die Routine durch Andersdenkende, durch andere, die nicht in ihren Rahmen passen gestört, ist Feuer am Dach und die Neuerungen, die diese Menschen mit sich bringen, sind für die Alten verwerflich, ungeheuerlich und da, um abgelehnt zu werden.

Junge Menschen haben ein anderes Tempo. Nichts kann ihnen schnell genug gehen.

Sie haben ein anderes Zeitgefühl und damit eine andere Einstellung zum Leben.

Alles Neue wird gerne empfangen, denn Langeweile ist für junge Menschen wie ein Gefangen-Sein in einem Käfig.

Das Leben fließt für sie und Routine macht sie verzagt und depressiv.

Bei alten Menschen ist der Zustand der Stagnation bereits Teil ihres Lebens geworden. Einerseits wollen sie ihre Gewohnheiten nicht verlassen, andererseits werden sie depressiv, weil sie erkennen, dass ihr Leben bereist zu Ende scheint, nichts Neues mehr auf sie zukommt, keine Perspektiven mehr vorhanden sind, sie ihrem Dasein keinen Sinn mehr verleihen wollen und alles viel zu schnell an ihnen vorüberzieht.

Aber jeder hat die freie Wahl sein Leben so zu gestalten, wie er es sich für sich ersinnt.

Der Eine will seine seelige Ruhe, der Andere Bewegung und Abwechslung.

Das Thema ist, dass der Eine den Anderen so sein lassen soll, wie er ist und ist das nicht der Fall, sind Konflikte unter einem Dach mit mehreren Generationen vorprogrammiert.

Kann jeder für sich sein, ohne sich in den Raum des anderen zu drängen, kann das Zusammenleben ohne Probleme vonstatten gehen. Doch lehnt der eine den anderen ab, werden die Räume vermischt und Abgrenzung ist nicht mehr möglich.

Das Ruhige lässt sich nicht mit dem Lautem vereinen. Entweder oder!!!

Konflikte können unter einem Dach nur gelöst werden, wenn klare Grenzen gezogen werden, wenn Richtlinien aufgestellt werden, die den Raum jedes Einzelnen akzeptieren und achten.

Jeder hat seine Bereiche, in denen er sich selbst zu finden vermag und werden diese Bereiche durch Verachtung, Intoleranz und Ignoranz überschritten, ist klipp und klar eine Grenze zu ziehen.

Jeder hat die Aufgabe den anderen zu achten, seine Eigenheiten zu akzeptieren und seine Räume zu respektieren. Ansichten sind darzulegen, damit jeder sich auf den anderen einstellen kann.

Ehrlichkeit den anderen gegenüber ist das Um und Auf im Zusammenleben mit anderen.

Gespielte Freundlichkeit ist Verachtung sich selbst und anderen gegenüber. Denn durchschaut der Eine das Spiel, das der Andere mit ihm spielt und lehnt er diese Farce ab, ohne darauf hinzuweisen, kann sich ein Drama ungeahnten Ausmaßes ergeben.

Dieses Spiel der vorgetäuschten Freundlichkeit ist ein Handeln gegen sich selbst.

Es ist ein Vortäuschen von Tatsachen, die nicht wahr und ehrlich sind und deshalb ist dieses Agieren ein Gegen-sich-selbst-Wenden. Das geht solange bis Mensch auf sich selbst vor Wut vergeht, weil er nicht imstande ist, ehrlich und aufrichtig zu sein.

Ein Sich-Verbiegen, nur um etwas darzustellen, das man nicht ist.

Mehrere Generationen unter einem Dach haben sich gesucht und gefunden um alte Leben zu bereinigen. Der Eine lehnt den anderen nur ab, weil es viele Leben zuvor schon so war. Das Sich-wieder-Finden in diesem Leben dient nur, um jetzt in diesem Leben abzuschließen mit gemeinsamem Karma der Verachtung, der Verleugnung und Ignoranz.

Erkennt die Chance, die euch dargeboten wird und ihr werdet erkennen, dass dieses Gerangel um die Rechthaberei nur ein Versuch ist, altes und vergangenes Leid am Leben zu erhalten. Schließt ab und beendet diesen Kampf um die Vorherrschaft.

Gebt euch die Hand und beschließt die noch verbleibende Zeit neu zu gestalten. Jeder in der Akzeptanz des anderen seiner Eigenheiten und seiner Entscheidungen.

Das Leben ist ein Spiel der Selbsterkenntnis. Diese Selbsterkenntnis kann nur vonstatten gehen im Zusammenleben mit anderen. Drum achtet euch selbst und den anderen, auch wenn es nicht immer einfach ist zu vergeben und zu vergessen!!!

Danke :)

Bachblüte Nr: 16 Honeysuckle - Die Vergangenheitsblüte

Vom Damals zum Jetzt. Man bewahrt sich ein lebendiges Verhältnis zur Vergangenheit, lebt aber ganz in der Gegenwart.

Archive

Gries an der Lieser 53

9853 Gmünd, Kärnten

Alberta Moser

Deulytikerin®

Carrissa® Balance Therapeutin

Tel: 0650 606 79 20

alberta.moser@icloud.com