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LEBEN und TOD

Leben und Tod sind eng miteinander verbunden.

Beides gehört zusammen und das Eine schließt das Andere nicht aus.

Mensch neigt jedoch dazu den Tod zu ignorieren, zu verdrängen, von sich weg zu schieben.

Der Gedanke an den Tod löst Unbehagen aus und wird somit vermieden.

„Nicht mein Thema, noch nicht der Zeitpunkt darüber zu sinnen“, ist die einfachste Art sich mit dieser Materie erst gar nicht auseinanderzusetzen zu müssen .

Doch der Tod gehört zum Leben, zum Sein, zur Entwicklung sowie das lebensnotwendige Ein- und Ausatmen.

Das Einatmen ist das Aufnehmen des Lebens, das Ausatmen das Loslassen.

Ist Mensch sich bewusst, dass dieser Daseinswechsel nichts Endgültiges an sich hat, kann er sich leichter auf diesen Aspekt des Lebens einlassen.

Er lernt sein Leben zu schätzen und zu achten, denn dieses Da-Sein auf Erden ist begrenzt und aus diesem Grunde wertvoll und schützenswert.

Ist er sich seiner nicht bewusst, scheint das Leben zum Zeitpunkt des Da-Seinswechsel plötzlich zu kurz und zu ungelebt.

Mensch wird sich erst zu spät bewusst, dass vieles noch nicht erledigt ist und sieht sein vergangenes Leben als zu schnell vergangen und ungenutzt an. Er fühlt sich betrogen und getäuscht.

Bewusstheit ist vonnöten, will Mensch sein Leben sinnvoll, gehaltvoll und ertragreich gestalten.

Das bewusste Leben beinhaltet die Dankbarkeit für dieses Erden-da-Sein.

Die Dankbarkeit über die Möglichkeit sich entwickeln und wachsen zu dürfen.

Die Dankbarkeit über die Einmaligkeit dieses Da-Seins in dieser Art und Konstellation.

Alles hat Sinn und Ablehnung, in welcher Form auch immer, schafft nur Leid und Kummer und der Fluss des Lebens stockt und staut.

Das Annehmen, das Empfangen, die Bereitschaft sein Bestes zu tun in jeder Lebenslage sind Voraussetzungen, um das Leben zu achten und zu ehren, ihm den Wert beizumessen, der ihm gebührt.

Jeden Tag wird Mensch konfrontiert mit dem Leben und dem Tod.

Denn wird etwas abgeschlossen, wird etwas ad acta gelegt, wird etwas vollendet, gehört es somit der Vergangenheit an und wird somit als erledigt, abgeschlossen und vollbracht betrachtet.

Das Weitergehen ist folglich möglich und frei von jeglicher Belastung.

Mensch kann neu durchstarten, um Neues in Angriff zu nehmen.

Ein Prozess, der belebt und Mut gibt, weiter zu gehen.

Beschäftigt sich Mensch jedoch ständig mit Vergangenem, mit dem Nicht Vergeben-Können, mit den Problemen anderer, ist das Weitergehen ohne Belastung nicht möglich.

Er fesselt sich selbst an seine eigene Selbstzerstörung. Der schleichende Tod, der unaufhörlich die Lebenskraft, den Lebenswillen vermindert und schließlich gänzlich zu rauben droht.

Mensch vermeidet das Thema Tod und doch ist dieses Festhalten an Vergangenem eine Ablehnung des jetzigen Lebens und somit ein Sich-Festklammern an Abgestorbenem, Verrottetem und Nicht-mehr-Existentem.

Leben bedeutet das Annehmen und Akzeptieren von allem was ist.

Tod bedeutet Ablehnung und Verdrängung von Themen, die Loslösung bedürfen.

Nehmt das Leben, wie es ist.

Macht das Beste daraus und ihr werdet erkennen, dass jeder Abschluss, wie auch immer, nur ein Schritt in ein neues und anderes Da-Sein bietet.

So wie der Tod ein Wechsel in ein anderes Da-Sein ist, so ist das Leben ein Willkommen heißen der Geschenke, die es zu bieten hat.

Beschäftigt ihr euch mit dem Tod, werdet ihr erkennen, dass alles im Leben einen Abschluss und einen Neubeginn zum Inhalt hat.

Danke :)

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Alberta Moser

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Carrissa® Balance Therapeutin

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