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Die Zeiten ändern sich

Der Mensch verändert sich im Laufe seines Lebens.

Er wächst aus seinen Kinderschuhen heraus und entwickelt sich zu einem geprägten und, seiner Meinung nach, erwachsenen Individuum.

Erfahrungen haben ihn zu dem gemacht, der er heute ist.

Hat sich der Mensch zur Aufgabe gemacht ständig dazu zu lernen, um seinen Horizont zu erweitern, wird ihm der Lauf der Zeit keine Schwierigkeiten bereiten. Es wird für ihn eine Leichtigkeit sein, sich auf Gegebenheiten einzustellen, um auf Veränderungen positiv zu reagieren.

Auf der anderen Seite gibt es aber Menschen, die ab einem gewissen Zeitpunkt ihr Leben als gelebt erachten und Neues als Bedrohung erfahren. Diese Menschen sind gefangen in ihren selbst gesteckten Grenzen und Erweiterung wäre für sie lebensbedrohlich.

Es ist für sie nicht mehr möglich ein Leben zu führen, das Freude und Dankbarkeit als Grundlage hat. Ihr Dasein ist nur mehr mühsam und das Warten auf das Ende langwierig. Erst wenn das Ende nahen würde, käme die Angst vor dem Ungewissen und die Trauer über Nicht-Gelebtes wird unbeschreiblich. Wehmut und Angst sind somit ständige Begleiter dieser ach so geplagten Seelen.

Das ist ein Kuriosum, das der Menschheit immer wieder unterkommt.

Wenn nun mehrere Generationen unter einem Dach zusammen leben, ist sowohl die junge wie die alte Generation gefordert ein Miteinander zu leben, das auf Achtung und Respekt beruht. Jeder hat zur Aufgabe aufeinander einzugehen um die Regeln, die jede Familie für sich beansprucht, einzuhalten.

Werden die Regeln nicht eingehalten, dürfen Grenzen gezogen werden, um die Achtung vor der Privatsphäre zu gewährleisten.

Jeder ist gefordert dieses Miteinander in Balance zu halten, um Streit und Leid gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Klingt sehr einfach, doch im Normalfall ist das Schwerstarbeit, weil der Mensch verlernt hat aufeinander ein- und zuzugehen. Das Mitgefühl ist verkümmert und die Gefühle der anderen werden mit Füssen getreten, weil Feingefühl Luxus geworden ist.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Menschen haben sich geändert und die Jungen leben ihr Leben freier und ungebundener als es die Alten taten. Und das ist der Knackpunkt im Generationskonflikt. Die Alten sehen nicht ein, warum die junge Generation es anders macht als sie. Man hat es so zu tun, weil es immer schon so war, und was unangenehm ist, wird unter den Teppich gekehrt.

„Was würden die Leute sagen, wenn sie das wüssten?“

„Du kannst dich nicht so benehmen, was würden die Leute sagen?“

„Das darfst du nicht machen, das macht keiner!!!“

Phrasen, die sich eingeprägt haben, aber ob sie noch zeitgemäß sind, fragt sich keiner.

Es ist schwierig unter einem Dach zu leben mit Vorgaben, die lobhudeln, schöntuen, verdrehen, unterdrücken und doch ist es notwendig, um zu erkennen, dass es heute nicht mehr dienlich ist zu lobhudeln, schönzutun, zu verdrehen und zu unterdrücken.

Die Zeiten haben sich gewandelt und Ehrlichkeit ist unumgänglich, will man ein Leben führen in Achtung und Wertschätzung. Denn was bringt es mir, wenn ich etwas vorgebe, dass ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. Es bringt nur Leid und Kummer und niemanden ist damit gedient. Das Vorgeben von Interesse ist nichts anderes als sich zu verstellen, nur um anerkannt zu werden. Ein Vorgeben von falschen Grundsätzen, die mir früher oder später zum Verhängnis werden.

„Ich bin ehrlich und wenn meine Meinung gefragt ist, werde ich sie kundtun.“

„Ich stehe zu meinem Wort, denn es hat Gewicht und Wirkung.“

„Ich bin mir meiner bewusst und bin mir im Klaren darüber, dass alles was ich sage und mache, auf mein Umfeld Wirkung hat.“

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Gries an der Lieser 53

9853 Gmünd, Kärnten

Alberta Moser

Deulytikerin®

Carrissa® Balance Therapeutin

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