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Liebeskummer

Liebe und Kummer liegen nahe beieinander, ist die Liebe verbunden mit Haben Wollen, mit Besitzen Wollen. Doch im Festhalten liegt schon der Kummer. Alles was festgehalten wird, muss sich losreißen um frei zu sein.

Wahre Liebe ist Loslassen, Gehen Lassen, Frei lassen.

Liebe kann man nicht binden, denn dann ist sie eingekerkert, unfrei, gefangen.

Liebe ist das Begreifen von diesem Freiheitsdrang, der jedem innewohnt.

Die Seele möchte sich selbst erfahren und wenn sie eingekerkert ist, kann sie sich nicht entfalten, also strebt sie nach ständiger Erweiterung.

Strebt nach Veränderung und erweist sich selbst dadurch die Freiheit, die ihr gegeben ist.

Hat nun ein junger Mensch Liebeskummer, versteht er nicht warum der Partner ausbrechen will aus der Zweisamkeit, die zu Beginn so vielversprechend war.

Er kann nicht nachvollziehen warum etwas entzwei gehen muss und verfällt somit in die Wehmut, in die „guten Tage“ der freiwilligen Aneinanderkettung.

Offenheit, Ehrlichkeit und ständige Veränderungsbereitschaft sollten die Pfeiler einer gesunden Beziehung sein. Bindung bindet, schränkt ein. Beziehung lässt ziehen, lässt Freiheiten, lässt Erweiterung zu. Wer bindet, wer besitzen will, wer haben will nur um sich selbst zu bereichern, hat schon verloren. Der Verlust ist bereits vorprogrammiert, denn niemand lässt sich gerne einschränken, in Schranken verweisen, seiner Freiheit berauben.

Eine gesunde Beziehung beruht auf das Einander eingehen, auf das Einfühlen auf sein Gegenüber, auf die Toleranz und Gleichberechtigung, auf die Achtung seiner Selbst und des Anderen. Niemand hat das Recht den Anderen vorzuschreiben wie er fühlen, handeln oder denken soll. Das Einander verstehen und auch das Loslassen ist die Basis einer freudvollen, liebevollen und achtungsvollen Beziehung.

Beschließt nun ein Teil einer Beziehung einen anderen Weg einzuschlagen, mag es zu Beginn schmerzhaft sein für den „Zurückgebliebenen“. Doch alles hat Sinn, nichts geschieht ohne Grund. Einer Erweiterung auf beiden Seiten steht nichts mehr im Wege, ist man bereit zu erkennen wozu das alles geschieht, wozu es dient, wozu es gut ist.

Der Schmerz lässt sich zunächst nicht vermeiden, denn die Enttäuschung ist groß.

Die Täuschung über sich und den Anderen gilt es nun zu verdauen, zu verändern, zu transformieren.

Der Schmerz kann nur gehen, wenn er zugelassen wird, wenn er akzeptiert wird, wenn er umarmt wird. Schmerz ist das Tief um umzukehren, um sich zu erheben aus der Trauer dieser Täuschung. Die wahre Täuschung ist das Verfallen ins Selbstmitleid. In das Leid über seine eigenes scheinbare Unvermögen.

Doch der Schein trügt. Täuscht etwas vor, das die scheinbare Getrenntheit zum Ausdruck bringt. Das Verlassen Sein, verloren Sein, zurückbleiben wenn alles andere sich scheint zu verbessern. Und doch ist es nur der scheinbare Glaube getrennt zu sein von seiner eigenen Göttlichkeit.

Hat der Mensch erkannt, dass er nie getrennt sein kann von seinem Ursprung und dass er nicht durch Bindung an eine andere Person Ganzheit erlangen kann, dann hat er auch sein Vollständigkeit angenommen und anerkannt. Durch diese Erkenntnis ist jegliches Bedürfnis an Bindung und Besitzen Wollen gewichen und der Freiheit in jeglicher Beziehung steht nichts mehr im Wege. Die Achtung, die man sich von außen erwartet hat, gibt man sich dann selbst und macht sich somit unabhängig und frei.

DIE BEZIEHUNGEN ZU MIR UND ZU ANDEREN IST FREI VON BEDINGUNGEN UND SOMIT ERWEISE ICH MIR SELBST ACHTUNG UND RESPEKT.

Dieser Text entstand durch den Liebeskummer einer Freundin meiner Tochter.

„Möge sich dein Kummer bald verflüchtigen um deinen Blick zu klären!!!“

DANKE

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Gries an der Lieser 53

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Alberta Moser

Deulytikerin®

Carrissa® Balance Therapeutin

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