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DAS WORT – HEILEND oder ZERSTÖRERISCH?

Der Mensch gebraucht das Wort um sich zu unterhalten, um sich mitzuteilen, um sich zu artikulieren, um auf sich aufmerksam zu machen, um zu kommunizieren.

Das Wort ist sehr mächtig, doch viele sind sich dessen nicht bewusst.

Ein Kind wächst in der Obhut seiner Eltern auf. Die Eltern sprechen mit ihrem Kind und lassen ihm Liebe und Fürsorge zukommen. Das Wort wird zunächst mit Bedacht und Sorgfalt verwendet, denn ein so kleines, zartes Wesen ist zerbrechlich und ungeschützt. Später jedoch; kehrt der Alltag ein; vergisst man diese Zerbrechlichkeit und kehrt zurück in sein Schema wie vor dem Tag, als diese große Verantwortung auf einem zukam. Vieles hat sich verändert im Leben einer jungen Familie doch die Prägung der Eltern spielt jetzt mit in der Formung des Neuankömmlings.

Das Wort spielt in der Erziehung eine große Rolle. Es entscheidet über Erfolg oder Nicht-Erfolg der Erziehung des neuen Erdenbürgers.

Wo ziehe ich mein Kind hin?

Wie programmiere ich mein Kind?

Was kann ich ihm zumuten und was nicht?

Bin ich mir meiner Verantwortung bewusst?

Jedes Wort prägt, drückt einen Stempel auf, ob positiv oder negativ.

Das Kind läuft nun mit vielen aufgedruckten Stempel durch sein Leben und irgendwann einmal ist es das Produkt von Meinungen, Auffassungen, Prägungen der Anderen.

Die gesamte Palette von Lobpreisungen, Tadel, aber auch Demütigungen und Täuschungen ist in einem Kind gespeichert, das eine wohlgemeinte Erziehung genossen hat. Eine Erziehung, die vielleicht auf gutgemeinten Zurechtweisungen beruht.

Doch wer entscheidet, ob eine Erziehung wohlgemeint ist oder nicht?

Vielleicht Eltern, die ebenfalls in einem Umfeld aufwuchsen, indem der „gute Ton“ zur Tagesordnung gehörte?

Zurück zum WORT!!!

Eine „Zurechtweisung“ durch das Wort kann oft schlimmer empfunden werden als ein „Klaps“ auf körperlicher Ebene. Ein Zusammenstoß auf körperlicher Ebene ist im Grunde eine Art von Nähe, wenn auch schmerzlicher Natur. Doch das Wort kann trennen, was schlimmer empfunden wird als der körperliche Schmerz.

Das Wort ist die schlimmere Waffe und Gemeinheiten kennen keine Grenzen. Worte können tiefe Verletzungen hinterlassen und diese Verletzungen sind immer gespeichert, abrufbar, archiviert, fest verschlossen im Unterbewusstsein. Eine Verletzung auf einer Ebene, die nicht sichtbar, jedoch immer spürbar bleibt, besinnt man sich seiner nicht um aus dieser Prägung auszusteigen. Um sich nicht länger von diesen Stempel beschweren und bestimmen zu lassen.

Worte sind Schlüssel. Schlüssel zu einem besseren Leben oder Schlüssel in die Tiefe des Verborgenen. Jeder von uns hat schon einmal etwas gesagt, das er im Nachhinein rückgängig machen wollte. Er war sich zum Zeitpunkt seines Denken und Tuns nicht bewusst, welche Wirkung sein Tun und Denken beinhaltet.

Um aus diesem ständigen „Schadensbegrenzen“ auszusteigen, bedarf es ein gewisses Maß an Weitblick und Hausverstand.

Sprichworte wie

„Reden ist Silber, schweigen ist Gold!!!

Zuerst denken, dann reden!!!“

machen die Dringlichkeit der bewussten Handhabe mit Worten deutlich, wie wichtig der richtige Umgang mit ihnen ist.

Das Leben erwartet von uns aber oft rasches Handeln und Denken, doch unüberlegtes Tun und Sprechen führt oft in ein Desaster. Die Wirkung ist fatal für alle Beteiligte.

Das Wort ist mächtig und eine Beleidigung; die auf jemanden trifft, der mit Kritik nichts anzufangen weiß; zerstörerisch wirkend.

Die Schau der Dinge ist notwendig, um zu unterscheiden wozu Worte dienen können.

Ob sie verletzend sind oder aufbauend wirken.

Es ist unsere Aufgabe bewusst durchs Leben zu gehen.

Es ist unsere Aufgabe den Menschen die Augen zu öffnen, welche Wirkung ihr ganz persönliches Denken und Handeln hat.

Es ist unsere Aufgabe das Wort mit Bedacht zu gebrauchen um denen zu helfen, die sich nicht wehren können.

Es ist unsere Aufgabe aufzuzeigen welche Macht wir mit unserem gedachten und gesprochenen Wort in den Händen haben. Eine Macht, die uns dienen sollte Wohlwollen, Frieden, Vertrauen, Zuversicht, Glaube, Frohsinn, Dankbarkeit und Freude unter den Menschen zu verbreiten. Denn alles ist dem Gesetz der UR-SACHE und WIRKUNG unterworfen und alles kehrt zurück, egal was ich aussende.

Was immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem. (lat.)

Ich nehme mein Leben eigenverantwortlich in meine Hände und bin mir bewusst darüber, dass alles was ich sage und tue eine Wirkung auf mich und mein Umfeld hat.

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Alberta Moser

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